Ich schreibe GLÜCK gross,
weils klein erscheint.

(© Monika Minder)

Gedanken - Blog

über das leben oder so... und gott und die welt, ernst, nachdenklich, witzig, satirisch, alltäglich, speziell...

Auf dieser Seite:

Das blöde Glück

Wo ist es denn wieder, dieses blöde Glück? Immer, wenn man es brauchen könnte, ist es nicht da. Und wieso verbinden wir eigentlich Glück immer mit materiellen Dingen? Sechser im Lotto und solchen Kram.

Epikur sagte doch, das grösste Glück liege in unseren sozialen Beziehungen. Freunde, Familie, Kollegen, Nachbarn. Und ja, was wären wir ohne sie? Ein ziemliches Nichts. Wer jemanden kennt, der keine sozialen Kontakte pflegt, weiss vielleicht, was passieren kann, wenn Menschen sich isolieren.

Sie werden unzufrieden. Mit den Jahren immer wie mehr. Und viel Unzufriedenheit ist der Nährboden für Wut und diese wiederum für Aggressionen.

Eine Freundin von der Frau meines Bruders hatte einen Vermieter, dem die Stelle gekündigt wurde. Danach hat er sich völlig isoliert, hat seine Körperpflege vernachlässigt und plötzlich angefangen die Freundin von der Frau meines Bruders zu mobben.

Auch wenn wir denken, das Glück hat uns von allen Seiten verlassen und in Selbstmitleid versinken, so darf das erstmal so sein. Diesen Spiess sollten wir aber auch wieder umkehren können. Wenn etwas oder jemand nicht mehr ist, so entsteht Trauer, Wut, Frust, Unverständnis..., und eine grosse Leere.

Lassen wir uns davon zerdrücken, werden wir ganz klein und brauchen immer wie mehr Kompensationen, um das Selbstwertgefühl wieder ins Lot zu bringen. Und diese Kompensationen werden oft auf dem Rücken anderer abreagiert. Das ist ungerecht.

Besser, wenn wir uns damit an jemanden wenden, der uns helfen kann.

Gespräche sind besser als jede Droge.

(© Monika Minder)

So kann die Wut am richtigen Ort ausgedrückt werden und aus der Leere kann etwas Neues entstehen. Neue Gedanken entstehen, eine neue Idee hat Platz genommen. Ein neues Glück ist am Werden. Und dann entsteht da auch wieder Freude. Freude an den kleinen Dingen und Stärke und Liebe zum Leben.

(© Hanna Schnyders, 21. Juni 2017)

Das wahrste, schönste Glück der Menschenseele besteht in der Freude an dem Glück anderer. Der Neidische aber sucht sein eigenes Glück darin, andere ihres Glückes beraubt zu sehen. Das ist von allen Gemütsverfassungen die elendeste.

(Carl Schurz, 1829-1906)

So Autos mit Technik und so

Neulich musste mein Kleiner in die Garage und ich brauchte unbedingt einen Ersatzwagen. Mit einem Augenzwinkern sagte ich dem Garagisten, es sollte auch ein Kleiner sein. Einer, den ich einfach bedienen könne. Nichts Neumodisches mit all dem Geblinke und Gepiepse. Das nerve mich.

Was bringt er mir, einen nigelnagelneuen Superkarren.

Hochmotiviert setzte ich mich in dieses moderne Ding und zückte auch gleich den Schlüssel. Upps! Aber, wo bitte ist hier der Schlitz für den Schlüssel?

Da sass ich nun wie "bestellt und nicht abgeholt". Ein bisschen dämlich schaute ich schon aus der Wäsche. So wie ein Pudel, der gerade im grössten Regen gewaschen wurde. Mir sagt ja keiner etwas. Auch nicht, dass neumodische Autos auf Knopfdruck anspringen. Beim Pc kann ich das ja noch verstehen, aber beim Auto. Muss das denn sein!

Das ist der Fortschritt. Er hat mich überholt. Oder überrollt. Oder gar vergessen!

Oder hat die Autoindustrie vergessen, dass Menschen, also richtige Menschen aus Fleisch und Blut, mit diesen Kisten fahren möchten? Denn Autofahren macht doch eigentlich Spass. Jedenfalls mochte ich es immer. Aber jetzt fängt es mir an zu verleiden.

Ich sehne mich nach Autos, die sich noch berühren lassen, an denen man noch schalten und walten darf, ohne dass man gleich das Gefühl haben muss, die Polizei oder die Feuerwehr kommt.

Ich sehne mich nach Autos, die hinten noch richtige Fenster haben, in denen man sich nicht fühlt, wie in einer Ölsardinenbüchse.

Ich sehne mich nach Autos, die sich aufs Wesentliche beziehen, weil sie eben nur Autos sein müssen.

(© Jo M. Wysser, 9. Mai 2017)

Ich sitze in freier Natur, am See. Die Weissen möchten, dass ich wie sie arbeite, wie sie Geld verdiene, wie sie ein Auto kaufe und wie sie in freier Natur, an einem See Urlaub mache und angle. Ich sitze schon in freier Natur, am See ...

(Autor: kanadischer Indianer)

Er ist's

Man riecht ihn. Jedenfalls wenn man auf dem Land wohnt. Ich spreche vom Frühling. Wir können auf den Mond fliegen und sonst alles mögliche, nur diesen fürchterlichen Jauchegestank kriegen wir nicht in den Griff.

Und diese Dämpfe sollen ja auch gar nicht gesund sein. Gerade neulich hat mir ein Bauer gebeichtet, er bekäme davon Asthma. Nun, ob das wirklich nur mit der Jauche zu tun hat, weiss ich nicht. Wir sind uns aber einig, es stinkt gewaltig. Und in dieser Art und Weise, in dieser hohen Konzentration, kann es weder für Boden, Tier noch Mensch gesund sein.

Man fragt sich, muss das sein? Nein, muss nicht sein. Würden alle ökologisch wirtschaften, wäre der Sache schon viel gedient. Das "Übel" müsste trocken ausgeführt werden.

Zugegeben, das gibt ein bisschen mehr zu tun. Aber, mein Gott, schliesslich kriegen die Bauern Subventionen. Wer sonst bekommt das schon? Jede kleine Firma rackert sich Tag und Nacht ab ohne sich je einen neuen Stall oder einen neuen Traktor kaufen zu können. Ist das gerecht?

So selbstverständlich wie diese Zustüpfe sind, sollte auch der Umgang mit Natur und Tier sein. Wer das nicht ernst nimmt, müsste gestrichen werden.

Ich weiss, es gibt durchaus löbliche Beispiele, und ich verneige mich vor all denen, die diese Aufgabe ernst nehmen.

Leider gibt es immer noch viel zu viele, die von Ethik keine Ahnung haben. Solange jedes Tier und jeder Grashalm in Lichtgeschwindigkeit wachsen muss, sollte sich nicht nur der Frühling mit grösster Zurückhaltung zeigen.

Leben hat mit Qualität und nicht mit Quantität zu tun.

Warum nimmt die Gier kein Ende? Anscheinend muss der Mensch sehr viel innere Leere füllen und Zeit totschlagen, die er mit all seinen Geräten einspart.

(© M.B. Hermann, 24. März 2017)

Werbung kann nur dort greifen, wo Sinn verloren gegangen ist und eigenes Denken.

(© M.B. Hermann)

Vom guten (zufriedenen) Leben

Der griechische Philosoph Aristoteles meinte: "Alle Menschen streben von Natur aus nach Wissen". Womöglich würde er sich im Grab umdrehen, wüsste er von unserer oberflächlichen Halbwisserei aus dem Internet und der Gier nach Geld und Macht.

Geld, welches für ihn höchstens ein Mittel für äussere Güter war, niemals aber ein Gut an sich. Nur, was ist denn das Gut an sich? Glück, Werte, das gute Leben, ein sinnvolles und erfülltes Leben ... ?

Ein Leben sei dann gelungen, wenn es aus den Aktivitäten und Tätigkeiten bestehe, die das wahre Menschsein ausmachen und die den Menschen vor allen anderen Lebewesen auszeichnen, sagt Aristoteles weiter.

Der griechische Philosoph versucht aufzuzeigen, dass es darum geht die Anlagen zu verwirklichen. Ansätze, die wir heute in der Existenzanalyse von Viktor E. Frankl oder Elisabeth Lukas finden. Sie sprechen von der Entfaltung der Ressourcen, der eigenen Stärken, der Begabungen und Talente.

Diese Ansätze dürfen wir durchaus wieder vermehrt in den Mittelpunkt stellen. Wo Begabungen und Stärken in Tätigkeiten einfliessen können, ist mehr Sinn. Wo Sinn ist, wächst Zufriedenheit.

Lust haben wir verwechselt mit Zufriedenheit, Erfolg mit Sinn. Noch können wir korrigieren und anders auf die Fragen des Lebens antworten.

(© Monika Minder, 13. Febr. 2017)

> Unzufriedenheits-Test


Die Frage ist falsch gestellt, wenn wir nach dem Sinn des Lebens fragen. Das Leben ist es, das Fragen stellt.

(Viktor E. Frankl, 1905-1997)

Es weihnachtet und so

Jetzt fängt dieses Herumstressen wieder an. Jedenfalls bei allen anderen. Freunde, Bekannte, Familie... keiner hat mehr Zeit. Alle total im Stress. Aus allen Mündern tönt es: Aber bitte nicht mehr vor Weihnachten... Frag nach Neujahr wieder, dann gehen wir einen Kaffee trinken und reden über alles....

Geht es Ihnen auch so? Alles in letzter Minute, alles perfekt, und vor allem, alles jetzt. Nee, ich mache da nicht mit. Ich kann schliesslich nein sagen, und wenn sich die ganze Sippe gegen mich stellt. Seien wir doch ehrlich. Die würden sich am liebsten auch abgrenzen.

Jetzt, wo man endlich mal so richtig faul zu Hause rumhängen könnte. Filme gucken bis zum Anschlag, schlafen, dösen, lesen... Alles, wozu man eben gerade jetzt Lust hat. Vor allem eines, sich die verdiente Ruhe gönnen statt hier Besuch, dort Besüchlein, hier ein Anlass und dort muss man auch noch unbedingt dabei sein... und und und.

Nee, muss man nicht nur weil Weihnachten oder Neujahr ist. Danach gibt es nämlich noch satte fette 365 Tage, die ausreichen, um diesen oder jenen Besuch zu machen.

Also, bis dann, ich muss unbedingt noch einen Film schlafen, eh gucken. Bis zum nächsten Jahr und fröhliche Weihnachten!

(© M.B. Hermann, 30. Dez. 2016)

Leben

Ob wir wirklich voll und ganz leben, unsere eigentlichen Möglichkeiten ausschöpfen?

Wie sollten wir, wo unsere Gedanken sich vor allem um Freizeitbeschäftigungen, Internet, Fernsehen, Essen, Kleider etc. drehen, um jede Menge Prestige und Äusserlichkeit. Und wir die Verantwortung gerne an ein "Man" abgeben.

Man muss doch heute Sport machen, dies und jenes gesehen haben, gesund essen, man darf doch nicht...

Wir tun, was man tun muss, wir bewegen uns, wie man sich bewegt, wir reden, wie man redet. Wir bilden uns Meinungen, wie man sich Meinungen bildet, wir urteilen, wie man urteilt... .

"Das Man ist immer dabei, doch so, dass es sich auch schon immer davongeschlichten hat, wo das Dasein auf Entscheidung drängt...", sagt Martin Heidegger, der deutsche Philosoph.

Das ist praktisch und einfach und bequem. Solange wir uns auf ein Man berufen, brauchen wir uns keine Gedanken über unsere eigenen Möglichkeiten, eigenen Bedürfnisse und Talente ... zu machenoder uns gar auf andere, eigenere Wege zu begeben.

Wie schade, ich habe gerade das Gefühl, dass vieles in unserer angepassten, lauten, schnellen Welt verkümmert.

(© Monika Minder, 28. Dez. 2016)

Wir verlassen uns so vollständig auf die Hilfe von aussen, dass unsere eigenen Geisteskräfte verkümmern.

(Michel de Montaigne 1533-1592, französischer Philosoph und Essayist)

Produktion steigern

Kennen Sie diese Videos mit Führungskräfte-Trainings und Lehrgängen zum Management-Trainer? "Steigern Sie die Produktion Ihrer Mitarbeiter, werden Sie immer besser..."

Bla bla bla...

Was bringt es die Produktion zu steigern, wenn so viel Unnützes und Unsinniges produziert wird? So viele Dinge, zu denen wir keinen Bezug mehr haben, die die Umwelt zerstören, die Menschen krank machen, nur die Reichen nähren und die Mächtigen...?

Solange Erfolg mit Sinn verwechselt wird, kann nichts Sinnvolles entstehen und somit nichts, das wirklich zufrieden machen kann.

Irgendwo auf dem Weg zum Erfolg haben wir den Sinn verloren. Und in dem immer lauter werdenden Wachstum irren wir nun desorientiert herum, gehen im Kreis einer Zukunft entgegen, die uns nur noch mehr entfremdet. Keiner stark genug zu sagen: STOPP!

(© Monika Minder)

Wir arbeiten nicht nur, um etwas zu produzieren, sondern auch, um der Zeit einen Wert zu geben.

(Eugène Delacroix, 1798-1863)

Die Angst

Wenn die Angst immer grösser wird und wir kleiner, wir vor lauter Ohnmacht keinen Ausweg mehr sehen, dann haben wir noch die Möglichkeit, dieser Angst ins Gesicht zu sehen, sie anzunehmen, statt sie mit aller Kraft weghaben zu wollen.

Sie ansehen, heisst auch, sich mit ihr und unserem Leben beschäftigen, denn sie will etwas von uns. Die Sorge für uns wahrnehmen, denn Angst stellt das Leben in Frage.

Seinem Leben gegenüber weniger gleichgültig sein, mit wachen Sinnen wahrnehmen, aussen wie innen, heisst mehr Gegenwart zulassen. Daraus heraus lässt es sich distanzierter ins Gestern schauen und nach vorne gehen.

(© Monika Minder, 16. Jan. 2016)

Seien Sie nicht allzu ängstlich, was Ihre Handlungen angeht. Das ganze Leben ist ein Experiment. Je mehr Experimente du anstellst, desto besser. Und was ist, wenn es etwas rauh zugeht und du dir dabei die Kleider schmutzig machst oder zerreisst? Was, wenn du stolperst und gelegentlich in den Dreck fällst? Raffe dich wieder hoch, habe nie Angst davor zu stürzen.

(Ralph Waldo Emerson, 1803-1882)

Ewiges Wachsen

In der Hektik kann keine positive Entwicklung entstehen, nur chaotisches Wachstum. Die Natur wäre unser Lehrer, wenn wir sie endlich begreifen und ernst nehmen würden. Sie wächst nur bis zum Herbst, und das in ihrem eigenen Rhythmus, danach zieht sie sich zurück, um im Frühling mit neuen Säften von vorne beginnen zu können. Nur der Mensch hat das Gefühl, ewiges Wachstum sei die oberste Maxime.

(© Text von Monika Minder)

Alles geht rasch in unserer Zeit, ausgenommen das Wachsen, was noch immer das alte tempus einhält.

(Christian Friedrich Hebbel, 1813-1863)

Abendstimmung Winter

© Bild Monika Minder, darf für privat=offline (Karten, Mails) gratis verwendet werden. > Nutzung Bilder

Bild-Text:

Wo wir willkommen heissen, tragen Hände uns den Himmel hinein.

(© Monika Minder)

Der Mensch ist laut

Kennen Sie das auch, Sie haben sich gerade mit einer Tasse Kaffee auf den Balkon oder Sitzplatz gesetzt um eine wohlverdiente Pause zu geniessen und einfach nur ein bisschen zu "sein" und schon geht es los...

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Ein Stück Ewigkeit

Wir tragen durch jede Zeit ein Stück Ewigkeit. Mit jedem Menschen mit dem wir ein Stück des Weges gemeinsam gehen, wird ein Stück von dieser Ewigkeit geweckt, wird etwas Neues entstehen, das schon angelegt war und nur noch geweckt werden muss...

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Wenn wir unzufrieden sind

Manchmal sind wir unzufrieden über das Leben, über dies und jenes. Manchmal sogar über das Wetter. Alles macht uns hässig, unruhig oder das Gegenteil, müde und schlapp...

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Weihnachts-Nein

In diesen Tagen sprechen wir viel von Besinnlichkeit, Ruhe und Zeit, von Liebe schenken und glücklich sein. Glücklich sein, muss man doch einfach an Weihnachten, wie in Kindertagen....

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Guten Rutsch und so...

Jetzt prostet man sich wieder zu und macht so einen scheinheilig auf fröhlich und cool. Alle gut gelaunt und auch noch auf Kommando. Wie wenn man nichts Besseres zu tun hätte...

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Zeit des Scheidens

Wenn das Jahr die schönsten Tage sendet,
die Süsse der noch wärmenden Sonne beflügelt,
die Milde und das Weiche in die Augen zieht,
die sehnsüchtigen Abende verwirren,
und Wehmut sich ins Herz schleicht,
dann kommt die Zeit des Scheidens.

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Von den Dingen

Man muss den Dingen die eigene, stille, ungestörte Entwicklung lassen, die tief von innen kommt, und durch nichts gedrängt oder beschleunigt werden kann; alles ist austragen - und dann gebären...

Reifen wie der Baum, der seine Säfte nicht drängt und getrost in den Stürmen des Frühlings steht, ohne Angst, dass dahinter kein Sommer kommen könnte. Er kommt doch! Aber er kommt nur zu den Geduldigen, die da sind, als ob die Ewigkeit vor ihnen läge, so sorglos still und weit ... .

(© Text von Rainer Maria Rilke 1875-1926, deutsch-österreichischer Dichter)

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